16. Oktober 2016, ab 17.00 Uhr
Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal



ENSEMBLE IN RESIDENCE
VLADIMIR JUROWSKI, Artistic Advisor



ECHOLOT, Berlin – eine Kreativstadt auch für zeitgenössische Musik?

17.00 Uhr
Naomi Pinnock
- that place we cannot stay… (Uraufführung) Interview
Martin Daske
- wohin:gegen:wenn (Uraufführung) Interview
Kompositionsstipendium der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten

18.00 Uhr
Peter Koeszeghy
- hidden waves (Uraufführung) Interview
Maximilian Marcoll - COMPOUND 7: OPERATION ENOK (Berliner Erstaufführung) Interview

19.30 Uhr
Ying Wang
- Groovulation (Berliner Erstaufführung) Interview
Olga Rayeva
- Antarctic continent (Uraufführung) Interview
Kompositionsauftrag mit Unterstützung der Villa Aurora

20.30 Uhr
Eres Holz
- Nemesis (Berliner Erstaufführung) Interview
Aziza Sadikova
- Untitled (Uraufführung)

„Stille Wasser sind tief“ wusste ein bekanntes Sprichwort schon lange vor der Erfindung des Echolots, eines Gerätes, das die entsprechende Vermessung tatsächlich mit Hilfe akustischer Signale vornimmt.
Berlin ist – um im Bild zu bleiben und auf die Musik zu kommen – alles andere als still, auch wenn manchem Komponisten oder Instrumentalisten hier das Wasser bis zum Hals stehen mag … Berlin gilt inzwischen als ein Mekka der sogenannten Kreativwirtschaft, und es ist ein Magnet für Künstler aus aller Welt. Aber wie kreativ ist die Neue-Musik-Szene der Stadt? Wie kollegial sind die Kontakte, wie befruchtend ist das Mit- und Nebeneinander? Diesen Fragen gehen wir im Konzerthaus nach, wenn wir unser ECHOLOT auf die Berliner Tiefen richten und das tun, was wir seit gut einem Vierteljahrhundert tun: akustische Signale aussenden. Unterstützt werden wir dabei diesmal vom Solistenensembles PHØNIX16 und dem Dirigenten Jonathan Stockhammer.
Antworten gibt zunächst natürlich die Musik – acht Ur- oder Erstaufführungen von acht Komponisten, die alle unsere Stadt zu ihrer momentanen künstlerischen Heimat erkoren haben: Die Britin Naomi Pinnock (*1979), die Russin Olga Rayewa (*1971), die aus Usbekistan stammende Aziza Sadikova (*1978), die Chinesin Ying Wang (*1976), der Ungar Pèter Köszeghy (*1971), der Israeli Eres Holz (*1977), der in Lübeck geborene Maximilian Marcoll (*1981) und – doch noch ein „Ur-Berliner“ – Martin Daske (*1962). Antworten geben die Komponisten während der vier Veranstaltungsblöcke (Man beachte die Anfangszeit 17.00 Uhr!) aber auch in Video-Interviews, in denen sie über ihre Werke, ihre Berliner Erfahrungen, ihre Lebens- und Arbeitssituationen sprechen.


Kritik:
neues deutschland